Über mich als Berufsgenealoge

Mein Name ist Thomas Bolte, ich bin Ahnenforscher aus Leidenschaft. Seit über 45 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Familiengeschichte, historischen Quellen, militärischen Laufbahnen und der Rekonstruktion von Lebenswegen. Mit Settlers – Research & Tours habe ich meine Leidenschaft zu einem Berufszweig von mir gemacht – und unterstütze Menschen weltweit dabei, ihre Wurzeln zu entdecken. Mit der Möglichkeit, die eigene Familiengeschichte vor Ort zu erleben.
Studiert habe ich an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Geographie mit den Nebenfächern Politik- und Informationswissenschaften. Beruflich war ich immer in der Tourismus- und Freizeitbranche aktiv.
Wie ich zur Ahnenforschung kam
Es war eher der Forscherdrang, der mit 14 Jahren auf dem Dachboden meiner Oma ausgelöst wurde, als ich die Heiratsurkunde ihrer Eltern fand. Ich dachte erst, das sei Chinesisch, aber Oma sagte: „Nee, mijn Jung, dat is Sütterlin, so hat man früher in Deutschland geschrieben.“ Und dann wollte ich mehr wissen. Am Tag drauf waren mein Cousin und ich mit meiner Tante, die Sütterlin konnte, bereits im Kirchbuchamt von Plaggenburg bei Aurich. So nahm das dann alles seinen Lauf. Ohne Computer. Ohne Internet. Viel Reisen. Viel Stöbern. Viel Freude!
Was als Interesse an alten Dokumenten, Karten und Familiengeschichten begann, entwickelte sich über die Jahre zu einer tiefen Expertise in:
- Archivforschung
- Militärgeschichte
- Migration und Auswanderung
- DNA‑Analyse
- historischen Quellen und Schriften
- Verfassen von Familiengeschichten
Mit jeder neuen Recherche wächst meine Begeisterung dafür, wie viel man aus alten Dokumenten über das Leben unserer Vorfahren erfahren kann.
Was mich als Genealogen auszeichnet
Ich verbinde meine Erfahrung in der Ahnenforschung mit methodischer Genauigkeit und moderne Recherchetechniken. Dabei lege ich besonderen Wert auf:
- gründliche Quellenarbeit
- klare, verständliche Berichte
- sorgfältige Dokumentation
- respektvollen Umgang mit sensiblen Informationen
- persönliche Begleitung und individuelle Lösungen
Jede Familiengeschichte ist einzigartig — und verdient eine ebenso individuelle Herangehensweise.
Meine Schwerpunkte
Archiv‑ und Quellenforschung
Standesämter, Kirchenbücher, Melderegister, Landes‑ und Militärarchive.
Militärgeschichtliche Analysen
Rekonstruktion von Dienstzeiten, Einheiten, Einsatzorten und historischen Zusammenhängen.
DNA‑Analyse
Interpretation von Matches, Cluster‑Analysen und Verbindung genetischer und klassischer Quellen.
Kontaktsuche zu lebenden Verwandten
Diskrete, seriöse Recherche nach heute lebenden Familienzweigen.
Research & Tours
Individuelle Familiengeschichtsreisen zu den Orten deiner Vorfahren.
Beratung & Coaching
Begleitung für alle, die selbst forschen möchten.
Warum ich tue, was ich tue
Familiengeschichte ist mehr als Daten und Dokumente. Sie erzählt von Entscheidungen, Schicksalen, Hoffnungen und Wegen, die bis heute nachwirken.
Ich liebe es, Menschen dabei zu helfen:
- ihre Herkunft zu verstehen
- Familiengeschichten zu entschlüsseln
- Antworten auf offene Fragen zu bekommen
- die Vergangenheit lebendig zu erleben
Meine Veröffentlichungen

Anlässlich des 75-jährigen Bestehens der „Gemeinschaft der Siedler „Am Ehinger Berg“ e. V. recherchierte ich die Entstehung dieser außergewöhnlichen Nachkriegssiedlung. Aufstöbern alter Bilder, Interviews mit Zeitzeugen, Ausfindig machen von historischen Akten, Urkunden und Plänen, Auswerten von historischen Luftbildaufnahmen; all dies führte zu einer 38-seitigen Broschüre im Selbstverlag, um die Leistungen der „Ur-Siedler“ unvergessen zu machen.

Die Unternehmer-Familie Budenberg baute zur Mitte des 19. Jahrhundert in Magdeburg eine Firma mit Weltruf zur Produktion von Manometern auf. Das Gründerpaar hatte sich mumifizieren lassen und liegt in einer Gruft mit Mausoleum darüber.
Der Ursprung der Familie Budenberg liegt im Osnabrücker Land. Mit zwölf Familienmitgliedern wurden die alten Höfe besucht, zurück zu den Wurzeln.
Im Jahr darauf wurde ein Familientreffen im großen Stil mit gut 40 Personen in Magdeburg organsiert, anlässlich der Restaurierung des Mausoläums.
Auch die vier Jahre später fertiggestellte Restaurierung der Marmorbüsten des Gründerpaares wurde mit einem großen Familientreffen gewürdigt.
Auf 31 Seiten habe ich die Geschichte der Familie Budenberg im Stile eines Reiseberichtes zusammengefasst.

Die Großtante meiner Frau hatte ihre Erlebnisse der Gefangenschaft niedergeschrieben. Sie lebte unmittelbar nach dem Krieg im russischen Teil Berlins. Eines Abends standen drei Russen vor ihrer Tür, sie solle für 5 Minuten zu einer Befragung mitkommen…
Ihre 30 handschriftlichen Seiten brachte ich in gefälliges Layout im Selbstverlag. Ihre historischen Erzählungen zu Orten, Gefängnissen, Lagern und Menschen (sie lernte im Internierungslager Sachsenhausen den Schauspieler Heinrich George kennen) glich ich mit Informationen aus dem Internet ab und konnte so Ihren Bericht nachträglich bebildern.

„Familie Liebig in Leipzig-Schönefeld 1882-1905“
von Thomas Bolte
In: Familie und Geschichte, Heft 3 2010, Hefte für Familiengeschichtsforschung im sächsisch-thüringischen Raum, S. 132-139.

Familie Liebig kam zum Ende des 19. Jahrhundert aus dem ländlichen Raum Mittelsachsens in den industriell aufstrebenden Leipziger Stadtteil Schönefeld.
Im Heft „Familie und Geschichte“ habe ich das Leben einer Arbeiterfamilie beschrieben. Dabei ging ich auch auf die für Leipzig bedeutsame Textilindustrie ein, denn die Wollkämmereifabrik hat die Familie wohl angelockt. Auch städtebaulich beschreibe ich die Situation der Menschen vor Ort.

„Familie Bolte im Kirchspiel Berne/ Wesermarsch 1780 – 1920“
von Thomas Bolte
In: Zeitschrift für Niederdeutshce Familienkunde, Heft 1 2005, S. 3-12.

In der Zeitschrift für Niederdeutsche Familienkunde veröffentlichte ich meine Forschungsergebnisse zum Leben der Familie Bolte in der Wesermarsch zwischen 1780 und 1920. Hierfür recherchierte ich neben den klassischen genealogischen Daten auch siedlungsgeschichtliche Fragestellungen.
Ich konnte in alten Katasterunterlagen den Hof identifizieren, in den Familie Bolte 1803 zog. Zur Zeit des Aufsatzes war der Hof sehr baufällig, aber er stand noch, um sich ein Bild vom Leben der Leute zu machen. Später fanden sich Investoren, die den Hof wieder bewohnbar gemacht haben.

„Familie Reiß – Von Hessen über den Niederrhein nach Ostfriesland“
von Thomas Bolte
In: Pfälzer am Niederrhein, Nr. 36, Jahresausgabe 2003, herausgegeben vom Pfälzerbund am Niederrhein, S. 257-267.

Ein Paradebeispiel für Migration im 18. Jahrhundert ist die Geschichte der Familie Reis, die ich im Heft „Pfälzer am Niederrhein“ veröffentlichte.
Im Zeitraum von nur zwei Generationen zog die Familie von ihrem Ursprung im ländlichen Raum bei Darmstadt erst nach Neu-Isenburg (Ysenbourg), dann nach Frankfurt am Main, wurde dort durch Preußische Werber angelockt, nach Pfalzdorf am Niederrhein zu kommen.
Aber auch dort fanden sie ihr Glück nicht und ließen sich nochmals von einem Werber überreden, die Heimat zu wechseln, diesmal nach Ostfriesland, wo sie dann aber auch Fuß fassten.
Kontakt
Wenn Sie Interesse haben, dass ich einen Aufsatz zu Ihrer Familiengeschichte schreibe, freue ich mich auf Ihre Nachricht.
